Hallo! Heute kommt mein Gruß direkt aus dem Institut für Musik der Uni Kassel. Ich erzähle mal etwas über das Stück "Clapping Music" von Steve Reich. Es ist ein Duett für zwei Spieler (oder zwei Gruppen), die klatschen und besteht primär aus einem eintaktigen rhythmischen Pattern im 12/8-Takt. Die zwei Stimmen werden sukzessive nach einem festen Plan gegeneinander verschoben (siehe Noten-Abb. und Video unten). So wird ein komplexes rhythmisches "Phaseshifting" hervorgerufen, das einen sehr dynamischen und variationsreichen Höreindruck erzeugen kann.
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| Steve Reich: Clapping Music (Variationen V0 bis V3) |
Viele Werke der Minimal Music weisen einige gemeinsame Merkmale auf. Hierzu gehört, dass diese Musik aus „pattern“ gebildet wird. Damit sind kleine (rhythmische oder melodische) Motivzellen gemeint, die im Gegensatz zur europäischen Klassik nicht unmittelbar nach Entwicklung streben, sondern über einen längeren Zeitraum unverändert repetiert werden.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Phasenverschiebung. Ursprünglich hatte sich diese Technik aus der elektronischen Musik heraus entwickelt.
Versucht mal das Grundpattern gegen die Verschiebung durchzuhalten, allein das trainiert schon mächtig:


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