Denkherz
Was
sollte ich bewerten, beurteilen,
was
urteilen -
das
mich nicht schon verurteilt hat?
So
still wie das Gras am Hang
im
Sonnenlicht - ohne Wind.
Nur
die Tropfen vergangener Schneeschmelze
neigen
es - zu mir.
Kann
ich still sein, zuhören?
Neigst
du dich zu mir?
Gedanken werden
mir wortlos zufliegen,
fehlende
Gedanken.
Vertrauen
folgt Misstrauen - oder umgekehrt?
Wen
schützen Geheimnisse?
So unsichtbar
wie die Göttin mit drei Gesichtern,
das
sei - ein Göttliches.
Keines
kann ich wirklich sehen, und doch
erblicke
ich - dreierlei:
erblühend
hell
lebend
warm
tödlich
geheim
Wem
nützen Geheimnisse?
Was
sollte ich verstehen, erfahren,
was
erkennen -
das
mich nicht schon erkannt hat?
So
leer wie der Raum, der nur ist
weil
ich in ihm bin - mein Atemraum.
Nur
das endlose Warten
begrenzt
ihn - keine Wände.
Und
doch werde ich wahrnehmen,
denn
es ist für niemanden
bestimmt,
nicht zu suchen.
Weil's sich findet:
das Selbst.
