30. März 2012

Medien und Musik mit Machinima

Verhalten sich Medien und Musik zueinander wie Mädchen und Muzak? Die Lösung zu dieser Frage entwickele ich demnächst mit MACHINIMA!

Was "Machinima" ist? Zunächst ein Kunstwort aus Machine + Cinema. Es kommt aus der Gamer-Ecke und bezeichnet eine Filmkunstform, welche die virtuelle Welt eines 3D-Spiels nutzt. Video- und Computerspiele stehen ja immer wieder im Fokus aktueller Diskussionen, aber sie sind tatsächlich auch ein Bereich, in dem viel Neues entstseht. Machinima beschreibt also ein Verfahren, in dem Elemente unterschiedlichster Computerspiele als Grundlage für selbst erstellte Animationsfilme dienen. Dabei fördert die Machinima-Arbeit den kreativen Umgang mit Computerspielen. Die Verwendung des Spiels als Projektionsfläche der eigenen Ideen fördert zudem die Fähigkeit, die eigene Vorstellung von Wirklichkeit und die Darstellung medialer Wirklichkeit zu reflektieren. 
 


Machinima ist eines der vielen medienpädagogischen Angebote, die das Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen für Lehrkräfte bereit hält. Kurse (wie ich gestern und heute einen besucht habe) werden vom MOK Gießen angeboten. Ich habe viele Anregungen mitgenommen und werde demnächst einen Clip in diesem Format erstellen. 



Bilder und Reviews zu unserem Workschop findet ihr hier:
Zu den MOK-Angeboten Schaut doch mal hier:
Offener Kanal Giesssen (lpr-hessen)
PDF Flyer

23. März 2012

MBB sucht neuen Proberaum

Am gestrigen Donnerstagabend haben wir über die Fortsetzung der Bandarbeit und einige notwendige Veränderungen gesprochen. Zum Beispiel werden die Gesangs-Rollen teilweise neu konzipiert. Allerdings ist immer noch nicht eindeutig geklärt, ob ich nun dauerhaft ein Bühnen-Mikrophon bekomme (oder wenigstens ein Mikro-Dummy).
Klar ist allerdings, dass Jan Eiler als Bassist und Sänger bei der MBB einsteigt - der bekannte Marburger Musiker ist uns herzlich willkommen!
Jan Eiler
Das Hauptproblem ist noch, einen geeigneten Proberaum zu finden! Er sollte in oder nahe Marburg sein und auch für Ali gut zu erreichen sein (Nähe Bahnstation?)
Wer Vorschläge oder Anregungen dazu hat, möge sich bitte melden (hier per Kommentar oder per Mail an rmb.marburg@googlemail.com)

21. März 2012

Kulturtag in der MPS


Heute hatten einige Kids Gelegenheit, an selbstgewählten Beispielen zu demonstrieren, was sie schön oder "cool" oder besonders "stylish" finden.
Nach dem Motto von Altvater John Keats: A THING OF BEAUTY IS A JOY FOREVER

So konnte ich z.B. auch zwei Jungs unterstützen, die sich für E-Gitarren interessieren:
Der Kulturtag war als Projekttag für die Jahergänge 7 bis 10 mit Schülereinwahl organisiert.

Ich hatte eine Projektgruppe zum Thema:

"Alltagsdesign bei Fahrzeugen, Maschinen und Geräten"

Meine Kurs-Ausschreibung lautete wie folgt:
Fahrzeuge (z.B. Motorräder oder Traktoren) sowie alltägliche Geräte (z.B. Küchenmixer oder Smartphones) werden meist unter rein technischen Aspekte beschrieben. Neben der Technik spielt für uns aber ihr Design ein große Rolle. Nicht immer heißt es "form follows function" und so manches Vehikel ist allein wegen seiner Formen und Farben berühmt geworden!
 
                      
Alle Teilnehmer/innen überlegen sich vor dem Kulturtag, was sein oder ihr "Lieblingsding" aus dem Bereich Fahrzeuge und Geräte ist. Wir werden uns diese gegenseitig vorstellen, zu deren Geschichte und Design recherchieren sowie Abbildungen und Argumente sammeln, die zeigen, dass "dieses Ding so schön ist"! Abschließend werden wir zu ausgesuchten Objekten kleine Videoclips produzieren, mit denen wir unsere Ergebnisse belegen.

Na ja, und da kamen Niklas eben auf die Idee, seine Ibanez E-Gitarre mitzubringen und die vorzustellen!


Außerdem hatten wir eine sehr pfiffige Gruppe zu "Apple Design" (iPod & iPhone): 


Diese Jungs haben zu ihrem Plakat einen "App-Mix-Song" kreiert:


Ja und womit die Kids im Bereich Gitarren und Musik groß werden, könnt ihr euch hier mal angucken:

16. März 2012

Und sie tanzen einen Tango...

Kriminaltango, in der Tarverne
Dunkle Gestalten, rote Laterne
Abend für Abend lodert die Lunte...

Ja, das finde ich doch mal spannend! (Glühende Spannung liegt in der Luft!)
Viele von Euch kennen den Song vermutlich und verbinden ihn mit dem kürzlich verstorbenen Musiker Hazy Osterwald. Das Original stammt aber von Aldo Locatelli (Text) und Piero Trombetta (Musik) und wurde bereits August 1959 eingespielt vom "Quartetto Marino Marine".

Piero Trombetta
Der deutsche Text stammt von Kurt Feltz. Ende 1959 hat das Hazy Osterwald Sextett (HOS) die deutsche Coverversion zu einem "Nummer Eins Erfolg" gemacht. Hier ein Videoausschnitt aus einer 1960er-Fernsehaufzeichnung (Hessischer Rundfunk)

Und hier das HOS-Remake von 2007 (gefällt mir persönlich nicht so gut wie die alte Version)

Aber was soll jetzt ein Schlager im MBB-Blog?

Wer mich länger kennt, weiß von meiner großen Distanz zur sog. Schlagermusik. Das hat auch massive Gründe:  neben den allzu häufigen musikalischen Plattitüden und textlichen Banalitäten macht das zumeist spießbürgerliche Milieu den Konsum solcher Ware für mich wirklich "sehr schwer verdaulich"!
Nun sagen manche Leute, bei englischer Popmusik würde man eben nur die Textschwächen nicht sofort erkennen. Das mag sein, aber das ist keine hinreichende Erklärung!
Also, mal als Beispiel: "Sugar Baby Love" (The Rubetts) - englischer PopHit, No.1 in 1974!
Da brauchte ich sogar als 17-jähriger nicht lange um zu kapieren, dass es einfach ein dummes, kleines Scheißliedchen war. Egal ob man auf den Text achtet oder nicht: mehr ist es nicht! Zum Spaß könnt ihr euch das hier mal reinziehen: Bitte mit Vorsicht genießen!

Also egal ob englisch oder deutsch, das finde ich musikalisch und textlich mies. Aber doch noch fast harmlos verglichen mit folgender bekannter Schlager-Zeile:
"ER - gehört zu mir wie der Name an der Tür"  (Urrghhh!)

HALLO? Wie schrecklich ist das denn? Das kann doch kein gesundes Hirn ernsthaft zum Ausdruck bringen wollen!
O.K.: Reim dich oder ich fress' dich. Warum nicht:
Er gehört zu mir...
- wie der Schatten am Klavier
- wie der Rucksack da im Flür (= sächsisch für "Flur")
- wie die Rolle Klopapier

So schlimm kann Schlager sein! Andererseits lohnt es sich, mal differenzierter hin zu schauen: Insbesondere in den 20er- und 50er-Jahren waren einige handwerklich anspruchsvollere Produktionen am Start. Der Kriminaltango z.B. ist irgendwie raffiniert gemacht. Klar, nix für Tango-Puristen. Da ist ein Mix von 12/8-Shuffel (bzw. Rhumba-Imitat) und europäischem Tango, alles etwas glatt gespielt. Dann die säuselnde Lead-Stimme in der Strophe und dazu der exaltierte "Uh - ah - hugh" Chor, mmh?
Nun, das hat für mich eben etwas Ironisches und ist jedenfalls clever gemacht! Und dann der Text: Ja, da bekommt man doch noch wirklich etwas erzählt für sein Geld. Ich find's deshalb gut!

Übrigens: TANGO ist überhaupt spannend: es ist mehr als ein Tanz oder ein Musikstil, eher eine Musikrichtung inklusive Lebenshaltung!
Und Anfang des 20.Jahrhunderts war es im puritanischen Europa der SKANDAL schlecht hin:

Zu den musikalischen und kulturellen Details gibt es wirklich noch viel zu sagen. Wenn ich etwas Interesse wecken konnte, freut's mich -  schaut doch mal hier:
Tango (Musikrichtung)
Tango Argentino
Tango (Standardtanz)



13. März 2012

MWB-Fusion für Molly Malone: eine kleine "Nachlese"

Never walk alone...
Hier noch mal einige "Schmankerl", die eine erstaunliche Vielseitigkeit des kurzfristig geschmiedeten MWB-Programms verdeutlichen, meine ich! Wer hat noch Bilder von dem schönen Abend am 3.3. in:


Einige dieser Videoszenen gehören vielleicht eher in den großen Film "Die MILLER's"???
(siehe auch: Post vom 28.12.2010)

9. März 2012

"Miller-Warehouse-Fusion" in Mollys: EIN FEST!

Das war wirklich ein Fest: tolle Stimmung im Publikum, gute Abstimmung auf der Bühne! Zwar ohne Komplettprobe, aber mit perfektem "auf einander Hören" und einfühlendem Spiel:
MWB Hand in Hand durch Molly Malone's Wunderland!

So zum Beispiel auch bei diesem spontan angesetzten CCR-Titel:

Aber das heisst natürlich nicht, das alles korrekt verlief!? Denn auch bei diesem Auftritt gab es spektakuläre Ereignisse und einen handfesten Skandal um ein Mikro, schaut selbst:

6. März 2012

Neue Komposition von Mr. MB

Herbst 2010 in Autun
Hier eine kleine Eigenkomposition für Konzertgitarre, die ich gerade fertig gestellt habe. 
Es ist ein dreistimmiges Präludium in G-Dur für Konzertgitarre:

Thematisch ist das für mich eine Hommage an die Stadt Autun und den Mount St. Beauvrey. Die Komposition widme ich meiner geliebten Gudrun, mit der ich schon oft die keltischen (gallo-römischen) Spuren im Burgund erkunden durfte und weiter erkunden werde. Dazu einige Fotos aus unserem letzten Aufenthalt dort:

3. März 2012

Original und Bearbeitung

Infos Rund um`s "covern" oder: Wass'n kaffern, Mann eh?
Wie versprochen wende ich mich diesem Thema noch mal zu. Was bedeutet eigentlich "Coverversion" qua definitionem? Schauen wir mal in Wikipediea nach: "Eine Coverversion ist in der Musik eine zeitlich dem Original nachfolgende Neufassung eines Musikstücks durch einen anderen Interpreten." Das entspricht sinngemäß auch der DUDEN-Definition. Grundsätzlich abzugrenzen von der Coverversion sind:
  • das Remake, eine Neuinterpretation durch denselben Interpreten
  • das Zitat, das nur Elemente eines anderen Stückes aufgreift und darauf im Kontext einer originären, kreativen Leistung verweist
  • die Paraphrase, die ein eigenständiges Stück ist, aber sich durch umfangreiche Referenzen an eine Epoche, einen Interpreten oder ein Stück daran abarbeitet
  • das Plagiat, welches ein Musikstück nachahmt, ohne den Urheber zu nennen und damit den Eindruck der Originalität erweckt.
  • Beim Remix werden die einzelnen Stimmen beziehungsweise Tonspuren einer bestehenden Aufnahme neu abgemischt oder eine Originalaufnahme mit neuen Spuren unterlegt und das Musikstück somit bearbeitet. Der Urheber (insbesondere Komponist, Texter) beziehungsweise stellvertretend sein Musikverlag muss deshalb nach seinem Einverständnis gefragt werden.

Um einen Song originalgetreu nachzuspielen, ist keine Genehmigung erforderlich. Allerdings müssen bei einem urheberrechtlich geschützten Lied Tantiemen an den Komponisten gezahlt werden. In Deutschland sind die meisten Komponisten Mitglied bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA). Sie tritt für die Rechte der Komponisten ein und kassiert die Tantiemen, um sie an die Künstler weiterzuleiten. (zitiert nach www.coverinfo.de)

Künstlerisch bzw. ästhetisch ergeben sich noch ganz andere Aspekte, auf die ich heute aber nicht mehr eingehen will... aus Zeitgründen!
BIS NACHHER IN MOLLYs