8. Februar 2014

Denkherz

Nun also ein Gedicht von mir... 




Denkherz

Was sollte ich bewerten, beurteilen,
was urteilen -
das mich nicht schon verurteilt hat?

So still wie das Gras am Hang
im Sonnenlicht - ohne Wind.
Nur die Tropfen vergangener Schneeschmelze
neigen es - zu mir.

Kann ich still sein, zuhören?
Neigst du dich zu mir?

Gedanken werden mir wortlos zufliegen,
fehlende Gedanken.

Vertrauen folgt Misstrauen - oder umgekehrt?
Wen schützen Geheimnisse?

So unsichtbar wie die Göttin mit drei Gesichtern,
das sei - ein Göttliches.
Keines kann ich wirklich sehen, und doch
erblicke ich - dreierlei:

erblühend hell
lebend warm
tödlich geheim

Wem nützen Geheimnisse?

Was sollte ich verstehen, erfahren,
was erkennen -
das mich nicht schon erkannt hat?

So leer wie der Raum, der nur ist
weil ich in ihm bin - mein Atemraum.
Nur das endlose Warten
begrenzt ihn - keine Wände.


Und doch werde ich wahrnehmen,
denn es ist für niemanden
bestimmt, nicht zu suchen.

Weil's sich findet:

das Selbst.

4 Kommentare:

  1. Hier kann man kommentieren...

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  2. Hach, Reinhard...wie schön ist das denn? O.O Du bist wahrlich ein großes Dichtertalent! Das Gedicht ist wirklich wun-der-schön und hat so viel Tiefgang! Berührt mich sehr! Danke, dass Du es gepostet hast! :) Mit allerliebsten Grüßen von Jane

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  3. Na ja, ist ja ganz nett und du hast dir was dabei gedacht. Aber es ist zu kompliziert, das rockt net!

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  4. Christian Philipp19.02.14, 23:57

    Für mich das hat zu viel Denk und zu wenig Herz. Deine Gedankensprünge sind mir zu heftig. Ich kann nach mehrmaligen lesen Dein Anliegen nicht klar erkennen. Aber Bitte: Ihr die Ihr die Nachricht empfangen habt, gedenkt meiner mit Nachsicht.

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