Denkherz
Was
sollte ich bewerten, beurteilen,
was
urteilen -
das
mich nicht schon verurteilt hat?
So
still wie das Gras am Hang
im
Sonnenlicht - ohne Wind.
Nur
die Tropfen vergangener Schneeschmelze
neigen
es - zu mir.
Kann
ich still sein, zuhören?
Neigst
du dich zu mir?
Gedanken werden
mir wortlos zufliegen,
fehlende
Gedanken.
Vertrauen
folgt Misstrauen - oder umgekehrt?
Wen
schützen Geheimnisse?
So unsichtbar
wie die Göttin mit drei Gesichtern,
das
sei - ein Göttliches.
Keines
kann ich wirklich sehen, und doch
erblicke
ich - dreierlei:
erblühend
hell
lebend
warm
tödlich
geheim
Wem
nützen Geheimnisse?
Was
sollte ich verstehen, erfahren,
was
erkennen -
das
mich nicht schon erkannt hat?
So
leer wie der Raum, der nur ist
weil
ich in ihm bin - mein Atemraum.
Nur
das endlose Warten
begrenzt
ihn - keine Wände.
Und
doch werde ich wahrnehmen,
denn
es ist für niemanden
bestimmt,
nicht zu suchen.
Weil's sich findet:
das Selbst.

Hier kann man kommentieren...
AntwortenLöschenHach, Reinhard...wie schön ist das denn? O.O Du bist wahrlich ein großes Dichtertalent! Das Gedicht ist wirklich wun-der-schön und hat so viel Tiefgang! Berührt mich sehr! Danke, dass Du es gepostet hast! :) Mit allerliebsten Grüßen von Jane
AntwortenLöschenNa ja, ist ja ganz nett und du hast dir was dabei gedacht. Aber es ist zu kompliziert, das rockt net!
AntwortenLöschenFür mich das hat zu viel Denk und zu wenig Herz. Deine Gedankensprünge sind mir zu heftig. Ich kann nach mehrmaligen lesen Dein Anliegen nicht klar erkennen. Aber Bitte: Ihr die Ihr die Nachricht empfangen habt, gedenkt meiner mit Nachsicht.
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