16. April 2022

04/22 = 10Jahre IfM-BLOG zur Mediensozialisation (2012-2022)

Gastbeitrag von J. Peek, Institut für Musik der Uni Kassel


MEDIENSOZIALISATION im Bereich MUSIK


Ich schreibe diesen Aufsatz aus musikalischer Perspektive, da Musik quasi mein Leben durchdringt seit ich denken kann. Es fängt an bei der heimischen Stereoanlage. Ich begann die Beatles wahrscheinlich zeitgleich mit Rolf Zuckowski  zu schätzen. Im Jugendalter und mit der Verfügbarkeit eines eigenen Computers legt man sich eine persönliche Musiksammlung an, tauscht sich auf sozialen Netzwerken aus, spielt online-Spiele und vieles mehr. Im Studium entwickelt sich der Rechner und das Internet zu einem unabdingbaren Medium - Information, Arbeitsökonomie, Prüfungsverwaltung, soziales Leben, Projekt- & Bandorganisation.

In letzter Zeit stellt sich bei mir aber auch oft die Frage nach Medienoverkill, gerade im Bereich von Bildung und Musik - sind denn überhaupt so viele Medien notwendig? Oder sind Neuerungen im Medienbereich in diesem Tempo überhaupt wünschenswert? Die Medienwelt entwickelt sich scheinbar schneller, als man als Ottonormalverbraucher mitverfolgen und nachvollziehen kann. 

Ist der aufkommende Retro-Wahn vielleicht Ausdruck eines Protestes gegen die rasante Medienentwicklung? Als Musiker kann ich das auf jeden Fall vollkommen nachvollziehen. Instrumente scheinen ja mit zunehmendem Alter immer besser oder beliebter zu werden. Stratocaster und Stradivari. Was würde ich für einen fetten alten Analogsynthesizer geben. Die Dinger haben Charakter und sind nicht so austauschbar. 

 

Andererseits eröffnen neue Medien ja auch ungeahnte Möglichkeiten. Schon öfter hörte ich von iPads, die auf der Bühne eingesetzt werden. Mit Ableton Live werden ganze Konzepte erarbeitet und Konzerthallen gefüllt - leider steige ich noch nicht ganz hinter den Funktionsumfang des Programms. Und der Kombinationsvielfalt all dieser Geräte sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt.


 

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